Ansichten aus dem Stralauer Kiez in Berlin

Pressestimmen zu Deutschland – Argentinien 4:2 i. E.

0,1886,2557118,00.jpgPressestimmen zu Deutschland – Argentinien 4:2 i. E.

ARGENTINIEN:

«Olé»: «Ausgeschieden in der Elfmeter-Lotterie. Argentinien bleibt nur das ohnmächtige Gefühl, die meiste Zeit der 120 Minuten etwas besser gespielt zu haben. Trotz der Niederlage verabschiedet sich die Nationalelf erhobenen Hauptes aus einer WM, in der sie neben fragwürdigen Leistungen auch hervorragende Spiele ablieferte. Leider ist der argentinische Traum heute geplatzt.»

«La Nación»: «Das Ausscheiden gegen Deutschland ist ungerecht und tut unglaublich weh. Die Mannschaft Pekermans hat mehr als der Rivale dafür getan, in die nächste Runde zu kommen. Aber jetzt steht sie mit leeren Händen da.»

«Clarín»: «Die Nationalelf verabschiedet sich auf die schlechteste Art und Weise von der WM. Sie hatte das Aus nicht verdient. Es tut weh, so gehen zu müssen, weil Argentinien wirklich einer der Halbfinalisten hätte sein müssen. Die Argentinier hatten Willen, Fähigkeit, Temperament und Überlegenheit im Überfluss. Der Gegner zeichnete sich eigentlich nur dadurch aus, vor heimischem Publikum zu spielen. Wenn überhaupt. Wie soll man da nicht klagen?»

Italien:

«La Repubblica»: «Ein Fest für Deutschland. Lehmann, der Anti-Held, bringt die Entscheidung. Die Stärke von Klinsmanns Team liegt darin, nie aufzugeben.»

«Corriere dello Sport»: «Deutschland feiert ein Elfmeter-Fest. Das Spiel deutete auf ein anderes Ergebnis hin. Aber jetzt tanzt Berlin, und Buenos Aires weint.»

«Corriere della Sera»: «Deutschland ist im Paradies und Jürgen Klinsmann ist der Prophet. Als Jens Lehmann den Elfmeter von Estéban Cambiasso hielt, öffnete er nicht nur die Tore ins Halbfinale, sondern besiegelte auch die deutsche Revolution. Der WM-Traum geht weiter und nährt das enthusiastische Delirium von Millionen von Menschen. Von Hamburg bis Bayern scheinen die Deutschen plötzlich ins Jahr 1989 zurückgekehrt zu sein, als sie sich nach dem Fall der Mauer und dem Ende der Teilung als ‘glücklichstes Volk der Welt’ fühlten.»

GROSSBRITANNIEN:

«Guardian»: «Lehmanns Elfmeter-Heldentum bescherte Deutschland Begeisterungsstürme.»

«Times»: «Was ist bloß das Geheimnis der Deutschen beim Elfmeterschießen? Vermutlich wissen sie es selbst nicht.»

«Daily Telegraph»: «Und wieder ist der Elfmeter Deutschlands Freund.»

«Daily Mirror»: «Prügelei in Berlin: Schande für Argentinien. Der 22-Männer-Kampf im Viertelfinale lässt einen schalen Geschmack zurück.»

FRANKREICH:

«Le Figaro»: «Deutschland gewinnt den Kampf der Meister. Dass die Deutschen noch bei keiner WM im Elfmeterschießen geschlagen wurden, ist ein Zeichen ihres unerschütterlichen Glaubens in ihre Fähigkeiten.»

«L’Equipe»: «Am Ende eines harten Kampfes ist Deutschland dort angelangt, wo Klinsmann es hinführen wollte. Das heißt: dorthin, wo es niemand erwartet hatte.»

SPANIEN:

«El País»: «Lehmann und die deutsche Unfehlbarkeit. Argentinien spielte in allen Belangen besser. Es zahlte für die Entscheidung seines Trainers Pekerman, Messi draußen zu lassen.»

«El Periódico de Catalunya»: «Gary Lineker hat mehr Recht als ein Heiliger. Am Ende gewinnen immer die Deutschen.»

PORTUGAL:

«Público»: «Gott mag vielleicht ein Brasilianer sein. Aber der Teufel vermachte den Deutschen das Geheimnis des Elfmeterschießens.»

«O Jogo»: «Gott straft Argentinien. Pekerman spielt auf Sicherheit und verliert.»

SCHWEIZ:

«Blick»: «Klinsmann, Lehmann, Ballermann.»

«Basler Zeitung»: «Es brauchte ein Elfmeterschießen, um einen Unterschied zwischen den beiden bis dahin überzeugendsten Mannschaften herzustellen.»

NIEDERLANDE:

«Telegraaf»: «Lehmann rettet Deutschland. Der deutsche WM-Rausch geht weiter.»

«Volkskrant: «Mit physischer Kraft und einer unverwüstlichen Mentalität rangen sich die Deutschen in die Elfmeter-Lotterie durch, die Argentinien im brodelnden Olympiastadion nur verlieren konnte.»

SCHWEDEN:

«Aftonbladet»: «Man weiß immer noch nicht, wie gut Deutschland wirklich ist. Aber auf jeden Fall gut genug, um die Feigen zu bestrafen. Argentinien gab nach der Führung jeden Gedanken an das eigene Spiel auf. Ballack war genau die Spielerpersönlichkeit, von der die Welt träumt.»

«Expressen»: «Ballack lenkte die Deutschen fantastisch. Argentiniens Trainer Pekerman schoss sich mit seinen defensiven Auswechslungen selbst in den Fuß, und Klinsmann wechselte genau die Richtigen ein. Seine Elf wird bis ins Finale schwer zu stoppen sein.»

DÄNEMARK:

«Politiken»: «Klinsmann hat bis jetzt einfach alles richtig gemacht. Seine Entscheidung für Lehmann kann den Titel bedeuten. Die Deutschen sind von allen WM-Mannschaften einfach am besten in Form.»

«Jyllands-Posten»: «Deutschland schwebt weiter. Argentinien wurde nach der Führung für Rückzug und Passivität bestraft.»

RUSSLAND:

«Gaseta.ru»: «Torwart Jens Lehmann hielt zwei Elfmeter und wurde zum Helden des Viertelfinales gegen Argentinien.»

POLEN:

«Gazeta Wyborcza»: «Perfekte Deutsche besiegten Argentinien. Es mag sein, dass die Deutschen bei dieser WM so offensiv wie nie spielen. Es mag sein, dass sie mit ihrem Spiel zum ersten Mal die ganze Welt entzücken. Aber eines hat sich nicht geändert: Das Elfmeterschießen führen sie weiterhin perfekt aus.»

«Rzeczpospolita»: «Wo war Messi? Diese Frage stellten sich wohl Millionen Fans nicht nur in Argentinien. Was dachte sich nur Trainer Pekerman? Der gefährlichste Spieler Deutschlands war der slowakische Schiedsrichter, der die Gastgeber schamlos begünstigte. So ist es leider immer. Nach einem heroischen Kampf unterlag die bessere Mannschaft.»

«Zycie Warszawy»: «Der slowakische Schiedsrichter betrog Argentinien.»

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Eine schöne Geschichte über *Herrn Müller*

sample3Gross.jpgDas hier, das ist der Herr Müller. Der Herr Müller kommt aus Aretsried, das liegt in Bayern, also ganz im Süden.
Der Herr Müller ist ein Unternehmer und das, was in den Fabriken von Herrn Müller hergestellt wird, habt ihr sicher alle schon mal gesehen, wenn ihr im Supermarkt wart.Der Herr Müller stellt nämlich lauter Sachen her, die aus Milch gemacht werden. Naja, eigentlich stellen die Kühe die Milch her, aber der Herr Müller verpackt sie schön und sorgt dafür, daß sie in den Supermarkt kommen, wo ihr sie dann kaufen könnt.
Die Sachen, die der Herr Müller herstellt, sind so gut, daß sogar der Herr Bohlen dafür Werbung gemacht hat.
Weil der Herr Müller ein Unternehmer ist, hat er sich gedacht, er unternimmt mal was und baut eine neue Fabrik. Und zwar baut er sie in Sachsen, das ist ganz im Osten.
Eigentlich braucht niemand eine neue Milchfabrik, weil es schon viel zu viele davon gibt, und diese viel zu viele Milchprodukte produzieren, aber der Herr Müller hat sie trotzdem gebaut.
Und weil die Leute in Sachsen ganz arm sind und keine Arbeitsplätze haben, unterstützt der Staat den Bau neuer Fabriken mit Geld. Arbeitsplätze hat man nämlich im Gegensatz zu Milchprodukten nie genug. Also hat der Herr Müller einen Antrag ausgefüllt, ihn zur Post gebracht und abgeschickt.
Ein paar Tage später haben ihm dann das Land Sachsen und die Herren von der Europäischen Union in Brüssel einen Scheck über 70 Millionen Euro geschickt.
70 Millionen, das ist eine Zahl mit sieben Nullen, also ganz viel Geld. Viel mehr, als in euer Sparschwein passt.
Der Herr Müller hat also seine neue Fabrik gebaut und 158 Leute eingestellt.
Hurra, Herr Müller.
Nachdem die neue Fabrik von Herrn Müller nun ganz viele Milchprodukte hergestellt hat, hat er gemerkt, daß er sie gar nicht verkaufen kann, denn es gibt ja viel zu viele Fabriken und Milchprodukte.
Naja, eigentlich hat er das schon vorher gewußt, auch die Herren vom Land Sachsen und der Europäischen Union haben das gewußt, es ist nämlich kein Geheimnis. Das Geld haben sie ihm trotzdem gegeben.
Ist ja nicht ihr Geld, sondern eures. Klingt komisch, ist aber so.
Also was hat er gemacht, der Herr Müller? In Niedersachsen, das ist ziemlich weit im Norden, hat der Herr Müller auch eine Fabrik. Die steht da schon seit 85 Jahren und irgendwann hatte der Herr Müller sie gekauft. Weil er jetzt die schöne neue Fabrik in Sachsen hatte, hat der Herr Müller die alte Fabrik in Niedersachsen nicht mehr gebraucht, er hat sie geschlossen und 175 Menschen haben ihre Arbeit verloren.
Wenn ihr in der Schule gut aufgepasst habt, dann habt ihr sicher schon gemerkt, daß der Herr Müller 17 Arbeitsplätze weniger geschaffen hat, als er abgebaut hat. Dafür hat er 70 Millionen Euro bekommen.
Wenn ihr jetzt die 70 Millionen durch 17 teilt, dafür könnt ihr ruhig einen Taschenrechner nehmen, dann wißt ihr, daß der Herr Müller für jeden vernichteten Arbeitsplatz über 4 Millionen Euro bekommen hat.
Da lacht er, der Herr Müller. Natürlich nur, wenn niemand hinsieht.
Ansonsten guckt er ganz traurig und erzählt jedem, wie schlecht es ihm geht.
Aber der Herr Müller sitzt nicht nur rum, sondern er sorgt auch dafür, daß es ihm besser geht. Er ist nämlich sparsam, der Herr Müller.
Sicher kennt ihr die Becher, in denen früher die Milch von Herrn Müller verkauft wurden. Die schmeckt gut und es passten 500 ml rein, das ist ein halber Liter. Seit einiger Zeit verkauft der Herr Müller seine Milch aber in lustigen Flaschen, nicht mehr in Bechern. Die sind praktisch, weil man sie wieder verschließen kann und sehen hübsch aus.
Allerdings sind nur noch 400 ml drin, sie kosten aber dasselbe. Da spart er was, der Herr Müller. Und sparen ist eine Tugend, das wissen wir alle.
Wenn ihr jetzt fragt, warum solche ekelhaften Schmarotzer wie der Herr Müller nicht einfach an den nächsten Baum gehängt werden, dann muß ich euch sagen, daß man so etwas einfach nicht tut.
Wenn ihr aber das nächste mal im Supermarkt seid, dann laßt doch einfach die Sachen vom Herrn Müller im Regal stehen und kauft die Sachen, die daneben stehen. Die schmecken genauso gut, sind meistens billiger und werden vielleicht von einem Unternehmer hergestellt, für den der Begriff “soziale Verantwortung” noch eine Bedeutung hat.

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Jetzt wird rasiert

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Was es nicht alles gibt

bild_eis_logo_farbe.gif_395_379.gifEs gibt tatsächlich eine Vereinigung namens E.I.S. die auch wirklich der Interessenverband der deutschen Eis-Industrie ist. Unglaublich was dieser Verband so feststellt. Zum Beispiel aktuell, dass die Leidenschaft für Eis keine Grenzen kennt. Was sie uns damit sagen wollen ist wohl eher so zu interpretieren, dass sie keine Ahnunghaben wer eigentlich die Zielgruppe für Eis ist. Also definiert man einfach alle als die anzusprechende Gruppe. Ist doch schön, schliesslich ist jeder gerne Eis. Und Eis ist ja auch ein Lebensgefühl und hat was mit Lust zu tun. So ist 2005 die Eislust wieder gestiegen. Ist doch toll oder? Ja manche Presseabteilung hat es scon nicht leicht, ganz besonders wenn sie über Sachen schreiben muss, die schon jedes Kind weiss.

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Premiere bekommt Bundesliga doch

200x1.jpgLaut Pressemeldung wird Premiere nun doch weiter im Bundeligageschäft bleiben. So hat man sich heute mit der Telekom auf die Rechte bis 2009 geeinigt. Die Telekom als Inhaber der Online-Rechte hat ihre Sublizenzrechte für Übertragungen im Internet Protokoll Standard an Premiere vergeben. Das heisst, Premiere darf als erster Anbieter Bundesligaspiele im IPTV Format über die neue breitbandige VDSL-Plattform T-Home von T-Online anbieten und schafft damit den Einstieg ins Breitbandgeschäft. Darüber hinaus werden über die Plattform von T-Online zukünftig auch alle anderen Premiere angebote zu sehen sein. Nebenbei wurde dabei bekannt das Franz Beckenbauer neben seiner Tätigkeit als Kommentator für T-Online wohl demnächst auch als Werbemaskottchen für das Unternehmen tätig sein wird. Also keine Blubberblasen mehr, sonder rosa, äh mangentee farbener Kaiser.

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